Laboruntersuchung zeigt: Moderne Funktionskleidung unterstützt die natürliche Kühlung des Körpers
Zuletzt aktualisiert: 20.05.2026Kühlung bei Hitze – warum Kleidung eine entscheidende Rolle spielt
Kühlung bei Hitze – warum Kleidung eine entscheidende Rolle spielt
Wenn die Temperaturen steigen, steht der menschliche Körper vor einer großen Herausforderung: Er muss seine Kerntemperatur stabil halten, um leistungsfähig zu bleiben. Schon wenige Grad Temperaturanstieg können Konzentration, Ausdauer und Wohlbefinden deutlich beeinträchtigen.
Der wichtigste Mechanismus des Körpers zur Kühlung ist das Schwitzen. Dabei entsteht Verdunstungskälte, wenn Schweiß auf der Haut verdunstet und Wärme aus dem Körper abführt.
Doch genau hier kann Kleidung einen entscheidenden Unterschied machen. Materialien können den Kühlprozess entweder behindern – oder aktiv unterstützen.
Bei IQ-UV beschäftigen wir uns seit vielen Jahren mit der Frage, wie moderne Textilien die natürliche Thermoregulation des Körpers verbessern können. Das Ziel: Kleidung, die nicht nur schützt, sondern aktiv zur Kühlung beiträgt.
Wie Funktionskleidung den Körper kühlt
Viele Menschen denken bei Hitze zuerst daran, möglichst wenig Kleidung zu tragen. Physikalisch betrachtet ist das jedoch nicht immer die beste Lösung.
Moderne Funktionsstoffe können den natürlichen Kühlmechanismus des Körpers deutlich verstärken.
Das Grundprinzip basiert auf drei Schritten:
- Aufnahme von Feuchtigkeit
- Transport der Feuchtigkeit
- Verdunstung an der Oberfläche
Schweiß entsteht auf der Haut, wird vom Material aufgenommen und über das Gewebe verteilt. An der Oberfläche verdunstet die Feuchtigkeit und entzieht dem Körper Wärme.
Der entscheidende Punkt ist die Verdunstungsfläche. Je größer diese Fläche ist, desto mehr Schweiß kann gleichzeitig verdunsten – und desto stärker ist der Kühlungseffekt.
Genau hier setzen moderne Funktionsgewebe wie das iQ-COOL Material an.
Der wissenschaftliche Hintergrund der Verdunstungskälte
Die effektivste natürliche Kühlung des Körpers entsteht durch Verdunstung.
Wenn Wasser verdunstet, wird Energie benötigt – diese Energie wird in Form von Wärme aus der Umgebung entzogen.
Auf der Haut bedeutet das: Verdunstender Schweiß kühlt den Körper.
Ein Gramm verdunstendes Wasser kann etwa 2,4 Kilojoule Wärmeenergie aufnehmen.
Comfort&Cooling_Beringer
Bei körperlicher Aktivität produziert der Körper jedoch deutlich mehr Schweiß. Dadurch entsteht ein erheblicher Kühlungseffekt.
Entscheidend ist dabei:
- wie schnell Schweiß verteilt wird
- wie groß die Verdunstungsfläche ist
- wie schnell Feuchtigkeit aus dem Stoff entweichen kann
Moderne Funktionsstoffe sind genau dafür optimiert.
Der WAT-son Test – objektive Messung der Kühlleistung
Um Kühlleistung nicht nur subjektiv zu beurteilen, wurde ein spezielles Messverfahren entwickelt: der WAT-son Test (Wärmeabgabetester).
Die Messungen wurden von den Hohenstein Laboratories in Bönnigheim durchgeführt.
Das Testgerät simuliert reale Bedingungen der menschlichen Haut.
Der Messkopf:
- wird konstant auf 32 °C Hauttemperatur gehalten
- beginnt kontrolliert zu schwitzen
- wird unter Hitze, Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung getestet
Gemessen wird die elektrische Heizleistung, die notwendig ist, um die Temperatur konstant zu halten.
Je mehr Energie benötigt wird, desto stärker ist der Kühlungseffekt des Materials.
Test report_26.1.11.0023_02.02.…
Der Test besteht aus drei Phasen:
- Beginn des Schwitzens
- Schwitzphase mit maximaler Kühlleistung
- Trocknungsphase des Materials
Die Testbedingungen
Für den Test wurde das Gewebe eines IQ-UV Shirts mit iQ-COOL Technologie untersucht.
Die Messungen fanden unter kontrollierten Laborbedingungen statt:
- 30 °C Umgebungstemperatur
- 70 % Luftfeuchtigkeit
- simulierte Sonneneinstrahlung
- leichte Luftbewegung
- kontrollierte Schweißproduktion
Der Ablauf:
- 10 Minuten trockene Phase
- 60 Minuten Schwitzphase
- anschließende Trocknungsphase
Während des gesamten Tests wurde gemessen, wie stark das Material Wärme durch Verdunstung abführt.
Kühlleistung im Vergleich
Die folgende Grafik zeigt den Verlauf der gemessenen Kühlleistung während der ersten 60 Minuten Schwitzen.

Die wichtigsten Werte:
- Baumwoll-T-Shirt: 2,7 Kühlleistung
- nackte Haut: 3,7 Kühlleistung
- iQ COOL Material: 7,2 Kühlleistung
Cooling
Das bedeutet:
- etwa dreifache Kühlleistung gegenüber Baumwolle
- etwa doppelte Kühlleistung gegenüber nackter Haut
Besonders auffällig ist, wie schnell der Kühlungseffekt einsetzt. Bereits nach wenigen Minuten steigt die Kühlleistung des iQ-COOL Gewebes deutlich stärker an als bei den Vergleichsmaterialien.
Warum Funktionsstoffe stärker kühlen können als nackte Haut
Viele Menschen überrascht dieses Ergebnis.
Der Grund liegt in der Struktur moderner Funktionsstoffe.
Das Material vergrößert die Verdunstungsfläche des Schweißes. Dadurch kann mehr Wasser gleichzeitig verdunsten – und mehr Wärme wird abgeführt.
Zusätzlich entstehen weitere Vorteile:
- gleichmäßige Verteilung von Feuchtigkeit
- schnellere Verdunstung
- weniger Hitzestau
- zusätzlicher Schutz vor Sonneneinstrahlung
Fazit
Der menschliche Körper hat nur eine geringe Toleranz gegenüber Temperaturveränderungen. Schon kleine Abweichungen können Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden beeinflussen.
Die Ergebnisse des WAT-son Tests zeigen, dass moderne Funktionsstoffe den natürlichen Kühlmechanismus des Körpers deutlich unterstützen können.
Gerade bei:
- körperlicher Arbeit im Freien
- Outdoor-Aktivitäten
- Sport
- Reisen in warme Regionen
kann geeignete Kleidung einen wichtigen Beitrag zum Komfort leisten.
Mit der iQ-COOL Technologie kombiniert IQ-UV Kühlung, UV-Schutz und hohen Tragekomfort in einem Material – damit Menschen auch an heißen Tagen aktiv bleiben können.
Quelle der Untersuchung: Hohenstein Laboratories, Testbericht Nr. 26.1.11.0023
Zusatz:
Presseinformation
Neue Messungen zeigen: Funktionsstoffe können Körper bei Hitze deutlich stärker kühlen als Baumwolle
Wenn die Temperaturen steigen, muss der menschliche Körper seine Kerntemperatur stabil halten. Der wichtigste Mechanismus dafür ist das Schwitzen. Verdunstet Schweiß auf der Haut, entsteht Verdunstungskälte, die Wärme aus dem Körper abführt.
Doch auch Kleidung kann diesen Kühlprozess beeinflussen. Moderne Funktionsstoffe sind darauf ausgelegt, Schweiß schnell aufzunehmen, im Gewebe zu verteilen und die Verdunstung zu beschleunigen. Dadurch kann der natürliche Kühlmechanismus des Körpers unterstützt werden.
Wie stark dieser Effekt tatsächlich ist, wurde im Rahmen eines Laborversuchs untersucht. Die Hohenstein Laboratories in Bönnigheim analysierten die Kühlleistung verschiedener Materialien mithilfe des sogenannten WAT-son Tests. Dabei simuliert ein Messgerät die Bedingungen menschlicher Haut: Der Messkopf wird auf etwa 32 °C gehalten, beginnt kontrolliert zu schwitzen und wird unter Hitze, Luftfeuchtigkeit, Wind und simuliertem Sonnenlicht getestet.
Gemessen wird die Energie, die benötigt wird, um die Temperatur konstant zu halten. Je höher diese Heizleistung ist, desto stärker ist der Kühlungseffekt des Materials.
Im Vergleichstest wurden drei Situationen untersucht: nackte Haut, ein Baumwoll-T-Shirt und ein Funktionsgewebe mit iQ-COOL Technologie. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede. Während Baumwolle eine Kühlleistung von etwa 2,7 erreichte und nackte Haut auf 3,7 kam, erreichte das Funktionsmaterial einen Wert von 7,2.
Damit lag die gemessene Kühlleistung des Funktionsstoffes etwa dreimal höher als bei Baumwolle und rund doppelt so hoch wie bei nackter Haut.
Die Ergebnisse zeigen, dass moderne Funktionsstoffe die natürliche Thermoregulation des Körpers unterstützen können – insbesondere bei sportlichen Aktivitäten, körperlicher Arbeit im Freien oder an sehr warmen Tagen.